Kapitalaufbau mit Immobilien

Kapitalaufbau mit Immobilien

Wer in alte Unterlagen rund um das Thema Altersvorsorge schaut, wird darin immer wieder das Modell der drei Säulen finden: Die gesetzliche Rente, die betriebliche Altersversorgung und das mietfreie Wohnen im Alter sind Basis für einen guten Lebensstandard nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. Zwar ist das Drei-Säulen-Modell heute überholt, aber die Idee, sein Vermögen im Alter durch „Betongold“ zu sichern, ist aktueller denn je.

Niedrige Zinsen nutzen

Sparzinsen sind seit Jahren so niedrig, dass sie kaum die Inflation ausgleichen. Wer höhere Renditen haben will, muss Risiken eingehen – keine gute Idee, wenn es um Vermögensaufbau für die Alterssicherung geht. Eine private Rentenversicherung ist hervorragend geeignet, um eine garantierte lebenslange Rente zu erhalten, aber auch sie kann sich den Auswirkungen einer Niedrigzinsphase nicht gänzlich entziehen. Wohnimmobilien sind dagegen eine Geldanlage, die unabhängig von Konjunkturzyklen auch in Krisenzeiten wertbeständig ist. Das historisch niedrige Zinsniveau macht Kredite günstig wie nie – wer jetzt einsteigt, kann sich zu einem günstigen Preis Werte fürs Leben schaffen.

Eine Wohnung als Steuersparschwein

Selbst genutztes Wohneigentum wird derzeit staatlich nur in Randbereichen gefördert, etwa wenn es um Maßnahmen zur Wärmedämmung geht. Anders ist dies bei vermieteten Wohnungen oder Häusern: Alle Kosten mit Bezug zum vermieteten Objekt stellen Sie Ihren Mieteinnahmen gegenüber, und oft ergibt ich in den ersten Jahren nach der Anschaffung rechnerisch ein Verlust, der Ihr steuerpflichtiges Einkommen – auch aus anderen Einkommensarten wie etwa Ihrem Arbeitseinkommen – vermindert.

Abschreibung und Kapitalkosten sind die größten Posten

Absetzbare Beträge sind nicht nur Reparaturen, Kosten für die Renovierung, Fahrten zur Eigentümerversammlung und dergleichen. Auch die Zinsen, die Sie für Ihre Hypothek oder Grundschuld bezahlen, mindern Ihre Steuerlast. Noch wichtiger ist die sogenannte Abschreibung. Sie ist ein Maß dafür, dass ein Gebäude durch Alterung an Wert verliert. Üblich ist für nach 1924 fertig gestellte Gebäude ein linearer Abschreibungssatz von 2 % des Gebäudewertes ohne Grundstück. Haben Sie beispielsweise eine Immobilie von 250.000 € erworben und entfallen davon 50.000 € auf das Grundstück und 200.000 € auf das Gebäude, können Sie Ihr steuerpflichtiges Einkommen jedes Jahr um 2 % von 200.000 €, also um volle 4.000 € mindern. Bei einem Spitzensteuersatz von 43 % sind das rund 1.700 € zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Das richtige Objekt wählen

Suchen Sie nach einem leicht zu vermietenden Objekt in einer aufstrebenden Region. Wie wäre es für den Anfang mit einer günstigen Studentenbude in einer beliebten Universitätsstadt? Sie profitieren nicht nur von Mieteinnahmen und Steuerersparnis, sondern werden im Laufe der Jahre außerdem eine attraktive Wertsteigerung erzielen.